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Identifikation und Formalisierung von Methodenbausteinen für das Enterprise Architecture Management


Masterarbeit, November 2015

Um im Geschäftsleben der Zukunft bestehen zu können, ist es für die Verant- wortlichen von Nöten, vorausschauend zu agieren. Damit IT-Verantwortliche fundierte Entscheidungen treffen können, brauchen sie eine übergreifende Sicht auf die Systeme des Unternehmens in ihrem Zusammenspiel. Nur so ist ein strategisches Management der IT-Landschaft möglich. Das Fundament hierfür liefert das Enterprise Architecture Management. Neben der Schaffung von Transparenz in der IT-Landschaft und der Förderung des Business-IT-Alignments kann das Unternehmen mithilfe eines Enterprise Architecture Managements Dokumentationspflichten vereinfachen und Wertsteigerungspotenziale identifizieren. Das EAM liefert Methoden, um den tatsächlichen Ist-Zustand, den anvisierten Soll-Zustand sowie Migrationspläne der Unternehmensarchitektur zu beschreiben.

Es gibt bereits viele verschiedene Methoden aus Wissenschaft und Praxis, die Unterstützung bei der Ein- und Durchführung eines EAM bieten. Diese sind jedoch sehr komplex und können meist aufgrund von unternehmensspezifischen Besonderheiten nicht direkt übernommen werden. Auch ist es nur schwer möglich, diejenigen Bausteine aus den einzelnen Methoden anzuwenden, die für das Unternehmen passen, da sich die Methoden in ihrem Umfang und ihrer Beschreibung stark unterscheiden.

Aus diesem Grund soll mit dieser Arbeit ein erster Schritt zur besseren Vergleichbarkeit der Methoden gemacht werden. Hierfür werden bereits exisitierende Unternehmensarchitekturmethoden in der Literatur identifiziert und auf deren Basis die wichtigsten Bausteine einer Best practice-Methode herausgearbeitet, die anschließend in einem Metamodell formalisiert werden. Mithilfe diesem Metamodell werden alle identifizierten Methoden in einem Methodenkatalog beschrieben. Dieser soll bspw. den EAM-Einführungsprozess vereinfachen, indem es Anwendern ermöglicht, diejenigen Bausteine aus den unterschiedlichen Methodenansätzen zu wählen, die ihrer individuellen Situation am ehesten gerecht werden.