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Ästhetisch motivierte Gestaltung als persuasives Element in interaktiven Medien

René Bühling

Ästhetisch motivierte Gestaltung als persuasives Element in interaktiven Medien

Für Anwender spielt die Begeisterung für ein Produkt eine wichtige Rolle wenn es darum geht, mit Hilfe von unterstützender Software persönliche Ziele zu erreichen...

erschienen 08.07.2015 in: Augsburg

Verlag: Universität Augsburg


Fundstelle: https://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/frontdoor/index/index/docId/3118


Für Anwender spielt die Begeisterung für ein Produkt eine wichtige Rolle wenn es darum geht, mit Hilfe von unterstützender Software persönliche Ziele zu erreichen, wie es z.B. bei virtuellen Fitness-Trainern, Ernährungsratgebern, Energiesparassistenten und anderen Empfehlungssystemen der Fall ist. Das Forschungsfeld des "Persuasive Computing" beschäftigt sich mit Mechanismen, die einen Anwender zu einem selbst gesteckten Ziel führen. Bisher dominierten in der Informatik sachliche (d.h. messdatennahe) Darstellungsformen als Grundlage von Visualisierungen. Die vorliegende Arbeit stellt einen Beitrag zur ästhetischen Gestaltung dar, deren emotionale Komponente als persuasives Werkzeug dienen kann. Hierbei spielt weniger die rationale Effizienz als vielmehr die erzählerische Eigenschaft eine Rolle, die sich wiederum besonders gut für dramatische Inszenierungen wie z.B. Computerspiele eignet. Weil der klassische statische Gestaltungsprozess nicht auf die Dynamik interaktiver Medien eingehen kann, wird ein Ansatz zu adaptiver grafischer Formgebung vorgestellt, mit dem sich die visuelle Expressivität einer virtuellen Inszenierung in Echtzeit an eine inhaltliche Dramaturgie anpasst. Diese flexible "Formensprache" wurde für eine virtuelle Landschaft umgesetzt. Durch Anbindung an Energieverbrauchsdaten zeigt der Transfer in ein Alltagsszenario wie eine solche ästhetische Darstellungsform Aussagen zur Bewertung des eigenen Verhaltens transportieren kann. Konzepte der Spielifizierung bauen auf Wettbewerbs- sowie Kollaborationseffekte auf, die sich in der Weiterentwicklung des ästhetisch motivierten Ansatzes potentiell für eine Wirkungsverstärkung eignen. Virtuelle Agenten lassen sich zudem einsetzen, um durch Personifizierung eine starke emotionale Bindung zu generieren. Anhand von Studien wurden schließlich sachlich und ästhetisch motivierte Gestaltung gegenüber gestellt und das Potential von ästhetisch motivierter Gestaltung aufgezeigt.


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