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ForGenderCare


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Projektstart: 01.03.2015
Projektende: 01.03.2019
Laufzeit: März 2015 - März 2019
Projektträger: StMBKWK (Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kultur)
Projektverantwortung vor Ort: Prof. Dr. Elisabeth André
Beteiligte WissenschaftlerInnen der Universität Augsburg: Kathrin Janowski, M.Sc.
Hannes Ritschel, M.Sc.

Zusammenfassung

Der Forschungsverbund ForGenderCare untersucht den Zusammenhang von Gender (Geschlecht) und Care (Fürsorge) theoretisch wie empirisch vor einem interdisziplinären Horizont. In ForGenderCare haben sich elf bayerische Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen.

Beitrag des Lehrstuhls
Der Lehrstuhl widmet sich dem Genderaspekte in der Robotik zur Altenpflege. Der Einfluss von menschlichen Faktoren auf Aufgabenbereiche, Wahrnehmung des Miteinanders und Mensch-Maschine-Interaktion wird genauer betrachtet.

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Beschreibung

Humanoide Roboter, die den Menschen bei unterschiedlichen Aufgaben unterstützen oder einfach nur zur Unterhaltung dienen, dringen immer mehr in die Alltagsbereiche von Nutzer/-innen vor. Diese Entwicklung zeichnet sich aufgrund des demografischen Wandels vor allem im Bereich der Pflege ab. Kommen Alltagsnutzer/-innen mit unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Herkunft mit Robotern in Berührung, werden auch diversifizierende Faktoren bei der Mensch-Technik-Interaktion wirksam.

In dem Teilprojekt soll zum einen untersucht werden, welchen Einfluss diversifizierende Merkmale von Endnutzer/-innen auf die Mensch-Roboter-Interaktion haben, wobei wir als Zielgruppe Senior/-innen betrachten. Zum anderen sollen Möglichkeiten exploriert werden, diversifizierende Merkmale von Robotern gezielt zur Verbesserung der Mensch-Roboter-Interaktion einzusetzen. Um den Bedürfnissen und Anforderungen der Senior-innen gerecht zu werden, folgen wir einem User Centered Design Prozess. Dazu sollen zunächst Szenarien mit Robotern im häuslichen Bereich für ältere Menschen entwickelt und in Form von Interviews mit Senior/-innen evaluiert werden.

Senioren mit Reeti Abbildung: Seniorin testet Anwendung mit dem Roboter Reeti

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Implementierung von sozialen Robotern ein, sich mit ihren Verhaltensweisen an die zwischenmenschliche Kommunikation annähern, um eine natürliche Interaktion mit den Nutzer-innen zu ermöglichen. Anschließend werden die entstandenen Prototypen mit der Zielgruppe getestet, um deren Alltagstauglichkeit und Bedienbarkeit zu überprüfen, wobei dem Geschlecht als diversifizierendem Faktor besondere Aufmerksamkeit zukommen wird.

Mit dem Projekt sollen neue Erkenntnisse zu diversifizierenden Faktoren bei der Mensch-Roboter-Interaktion gewonnen und insgesamt zu einem geschlechtersensibleren Umgang mit Technik beigetragen werden.

Publikationen