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Prof. Elisabeth André wird mit SIGCHI Award geehrt


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Prof. Dr. Elisabeth André wurde im Mai 2017 für ihre herausragenden Forschungsarbeiten zur Mensch-Technik-Interaktion auf der führenden internationalen Fachtagung CHI (Human Factors in Computing Systems) ausgezeichnet, die in diesem Jahr in Denver / Colorado stattfand und von fast 3.000 Teilnehmern besucht wurde. Mit der Auszeichnung wurde Prof André zugleich in die renommierte CHI Academy aufgenommen und ist damit erst deren zweites Mitglied aus Deutschland. Die CHI Academy wurde im Jahr 2001 ins Leben gerufen, um Forscherinnen und Forscher zu ehren, die das Gebiet der Mensch-Technik-Interaktion auf internationaler Ebene maßgeblich geprägt und zu dessen Weiterentwicklung haben.

Elisabeth André studierte Informatik und Mathematik in Saarbrücken, promovierte dort und leitete mehrere Projekte im Bereich „Intelligente Multimediale Benutzerschnittstellen“ am damals dort neu gegründeten Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Sie hat durch ihre Forschungsarbeiten das Gebiet der Mensch-Maschine-Kommunikation um natürlichere und intuitivere Interaktionsformen bereichert und wesentlich mitgeprägt.

Bereits zu Beginn der 1990er Jahre hob sich Elisabeth André vom Mainstream in der Informatik ab - als Pionierin entwickelte und erforschte sie das Konzept der virtuellen Charaktere mit anthropomorphen Kommunikationsfähigkeiten als neue Metapher für die Mensch-Maschine Interaktion. Weltweit als eine der ersten Forscherinnen begann sie damit, sprachliche als auch nicht verbale Kommunikation algorithmisch zu analysieren, um emotionale und soziale Signale zu erkennen und so den Weg hin zu einer natürlicheren Mensch-Maschine Kommunikation zu ebnen.

Durch ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Psychologen, Pädagogen, Medizinern und Medienkünstler hat Elisabeth André neue Maßstäbe für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit gesetzt. Aus diesen Kooperationen ist eine Vielzahl hoch innovativer Anwendungen hervorgegangen, darunter pädagogisch fundierte und wissenschaftlich evaluierte Lernumgebungen für Kinder und Jugendliche wie die preisgekrönten Systeme FearNot!, Traveller oder TARDIS.

Zu den wissenschaftlichen Preisen und Auszeichnungen, auf die die Informatikerin verweisen kann, zählen u. a. der Europäische "Information Technology Innovation Award" (IT Prize), 1995, der RoboCup Scientific Award, 1998, und die Alcatel-Lucent Fellowship am Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart (IZKT), 2007. Für ihre herausragenden Forschungsleistungen wurde sie zum Mitglied in drei wissenschaftliche Gelehrtenvereine gewählt: die ehrwürdige Leopoldina, die Academy of Europe und AcademiaNet. Im Jahr 2013 wurde sie in die Reihe der ECCAI Fellows aufgenommen, ein Programm, das Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz würdigt.

Die offizielle Pressemitteilung der Universität Augsburg zur Auszeichnung von Prof. Dr. Elisabeth André finden Sie hier!

Foto: Preisverleihung durch Prof. Dr. Steve Feiner, Columbia University, New York, Vorsitzender des SIGCHI Achievement Awards Committee

Kommende öffentliche Vorträge von Prof. Elisabeth André: Podiumsdiskussion zum Thema „Mobilität der Zukunft: Auto/nom fahren – Traum oder Alptraum?“ im Rahmen der 131. Cartellversammlung am 17. Juni 2017, 14.00 – 16.30 Uhr in Stuttgart

Impulsvortrag zum Thema „Mensch – Mensch, Mensch – Maschine und Mensch – Maschine – Mensch, die Zukunft sozialer Kontakte“ auf dem Symposium „Die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft“ von Leopoldina, acatech und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, am 10. und 11. Juli 2017 in Berlin

Vortrag zum Thema „Können Computer Emotionen verstehen und ausdrücken?“ im Rahmen der Gutenberg-Stiftungsprofessur von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wahlter "Künstliche Intelligenz: Digitalisierung mit Verstand", am 4. Juli 2017 in Mainz





Meldung vom 16.05.2017