Master Informatik und Multimedia
| Studiengang/-fach: | Informatik und Multimedia |
| Angestrebter Abschluss: | Master |
| Regelstudienzeit: | 3 Semester |
| Fachstudienberatung: | Prof. Dr. Bernhard Möller |
| Zulassungsbeschränkung: | Ja |
| Zuordnung: |
Das Anforderungsprofil der Absolventen des Masterstudiengangs Informatik und Multimedia stimmt in wesentlichen Zügen mit dem eines Informatikers überein, wobei jedoch eine starke Anwendungsorientierung zum Medienbereich vorliegt. Absolventen des Studiengangs üben in der Regel zwar keine rein gestalterischen Tätigkeiten aus, verfügen jedoch über Kenntnis im Umgang mit gängigen Autorenwerkzeugen und sind damit in der Lage, Multimedia-Produktionen in Unternehmen der Medienbranche technisch zu betreuen.
Das Studium soll die Studenten für eine spätere berufliche Tätigkeit als Master in Informatik und Multimedia vorbereiten. Da Informatiker besonders anpassungsfähig an neue berufliche Entwicklungen sein müssen, ist die Ausbildung so angelegt, dass ein solides Grundwissen in Informatik und ihren theoretischen Grundlagen erworben wird ohne frühzeitige Spezialisierung. Neben dem Kennenlernen der Kernbereiche der Informatik ist ein wesentliches Ziel des Studiums die Fähigkeit, die wissenschaftliche Denkweise und ihre Umsetzung in die Praxis zu erlernen. Die Ausbildung während des Informatikstudiums umfasst:
- die Bereitstellung eines soliden Grundwissens in Informatik und ihren Theoretischen Grundlagen
- das Erlernen typischer informatischer Methoden, die in der Praxis eingesetzt werden können
- das Erkennen von Problemstrukturen und die Fähigkeit zu beurteilen, ob Wiederverwendung/Anpassung einer bestehenden Lösung möglich ist oder Neuentwicklung nötig wird
- die informatische Modellbildung
- die Lösung konkreter Probleme durch Einsatz von Rechnern
- Abstraktionsvermögen
- exakte Arbeitstechnik
- Einfallsreichtum
- selbständiges Arbeiten (auch mit Literatur)
- Kommunikationsvermögen
- Kooperationsvermögen
- aktives und passives Kritikvermögen
Qualifikation
Die Qualifikation für den Masterstudiengang Informatik und Multimedia wird nachgewiesen durch:- Einen Bachelor- oder sonstigen Abschluss an einer inländischen wissenschaftlichen Hochschule oder einen herausragenden inländischen Bachelor- oder sonstigen Abschluss an einer Fachhochschule im Studiengang Informatik oder einem eng verwandten Studiengang. Ein herausragender Abschluss ist gegeben, wenn als Gesamtnote mindestens 2,0 erzielt oder wenn der Student im Ranking seines Abschlussjahrganges nach entsprechender Bescheinigung der zuständigen Prüfungsbehörde unter den besten 20 von 100 Absolventen ist. Ein ausländischer Bachelor- oder sonstiger Abschluss wird in der Regel anerkannt, außer er ist nicht gleichwertig. Über die Gleichwertigkeit entscheidet die Zulassungskommission.
- Das Bestehen einer Eignungsfeststellungsprüfung.
Bewerbung zur Eignungsfeststellungsprüfung
Die Anträge auf Teilnahme am Eignungsfeststellungsverfahren sind für einen beabsichtigten Studienbeginn im folgenden Sommersemester bis spätestens 31. Januar bzw. für einen beabsichtigten Studienbeginn im folgenden Wintersemester bis spätestens 30. Juni zu stellen (Ausschlussfristen). Dem Antrag sind beizufügen:- Ein Nachweis über die Prüfung der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife
- Ein Nachweis über einen anerkannten Abschluss (siehe Qualifikation) aus dem die einzelnen Prüfungsleistungen hervorgehen,
- Weitere, von der Zulassungskommission festgelegte Unterlagen. Dies können beispielsweise sein: eine schriftliche Begründung für die Wahl des Studiengangs, ein tabellarischer Lebenslauf, Nachweise über alle anderen Prüfungsleistungen, die im Rahmen eines Studiums oder anderen Fortbildungsmaßnahmen erbracht wurden, Nachweise über alle praxisrelevanten Tätigkeiten (Praktika, Tätigkeiten als Werkstudent, Ausbildung, etc.). Die Zulassungskommission gibt die erforderlichen Unterlagen bis spätestens 30. November für den folgenden Bewerbungstermin Sommersemester bzw. 30. April für den folgenden Bewerbungstermin Wintersemester bekannt.
Zusätzliche Informationen zum Eignungsfeststellungsverfahren finden sich in der Anlage zu §9 Abs.1 der Prüfungsordnung.
- Studienbeginn: jeweils Mitte Oktober (für das Wintersemester) bzw. Mitte April (für das Sommersemester)
Bewerben Sie sich spätestens bis zum 30. Juni für das darauf folgende Wintersemester und spätestens bis zum 31. Januar für das darauf folgende Sommersemester. -
Erforderliche Unterlagen:
Studieninhalte
Für das Bestehen der Masterprüfung sind insgesamt 90 Leistungspunkte (LP) zu erbringen. Davon werden 20 LP für die Masterarbeit vergeben. Die übrigen 70 LP sind in den folgenden drei Studienabschnitten zu erbringen:
- Im Informatikbereich Multimedia sind in zwei Teilbereichen (Multimedia-Methoden, Systemnahe Aspekte von Multimedia, Mensch-Maschine-Kommunikation, Multimedia-Anwendungen) jeweils 9 LP zu erbringen.
- In den übrigen Informatikbereichen sind 30 LP zu erbringen, davon mindestens 5 LP aus dem Bereich Theoretische Informatik und höchstens 8 LP aus Seminaren.
- Die restlichen 22 LP sind in einem fächerübergreifenden Wahlpflichtabschnitt zu erbringen.
Ferner ist die Teilnahme an einem mindestens zweimonatigen Betriebspraktikum (insbesondere in Industrie, Wirtschaft, Verwaltung) nachzuweisen; Leistungspunkte werden hierfür nicht vergeben.
Praktikum
Sprachanforderungen
Ausländische Bewerber benötigen ausreichende Deutschkenntnisse. Informationen über deren Nachweis finden sich hier.
Berufsfelder
- die Einführung und den Betrieb von informations- und Kommunikationstechnischen Systemen für die Produktions-Speicherung und Distribution von Medien
- die Konzeption, Gestaltung und Realisierung von Multimedia-Systemen und -Anwendungen
- den Entwurf und die Implementierung von multimedialen Bedienoberflächen
- die technische Betreuung von Multimedia-Produktionen
- Medienagenturen
- Verlagen
- Werbe- und Marketingabteilungen
- der Telekommunikationsindustrie
- Abteilungen zur Software-Entwicklung
- Rundfunk- und Fernsehanstalten
- Analyse der Benutzeranforderungen
- Konzeption der Bedienoberfläche
- Auswahl von Präsentationsmedien, Bedienelementen und Interaktionstechniken
- Festlegung von Repräsentationsformaten für elektronische Medien
- Evaluation und Auswahl von Werkzeugen und Komponenten
- Implementierung und Systemintegration
- Bedienbarkeitsstudie und eventuelle Anpassungen

