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Seminar Desktop Management (WS 2005/2006)

Seminar "Desktop Management" (WS 2005/2006)

Inhalt:
In dem Seminar geht es um das Management von Desktop Computern in einem Unternehmensnetzwerk oder einer Universität. Das Seminar findet in enger Zusammenarbeit mit dem Rechenzentrum statt. Das Rechenzentrum stellt auch eine Testumgebung zur Verfügung.

Wert: 4 Leistungspunkte, Prüfungsbereich Softwaretechnik und Programmiersprachen

Themen:
  1. Service Support nach ITIL (Bearbeiter: Markus Henze, Florian Mühlegg)
  2. Softwarepaketierung (Bearbeiter: Michael Vistein, Dominik Bösl)
  3. Systeminstallation und Softwareverteilung (Bearbeiter: Adalbert Ochotta, Florian Mücke)
  4. Monitoring (Bearbeiter: Michael Hochholdinger, Matthias Drexl)

Organisation:
  • Jeweils zwei Teilnehmer bearbeiten eines der vier Themen - Alle Plätze sind bereits vergeben
  • Vorbesprechung am Semesteranfang; die Vorträge finden am Semesterende statt.
  • Anmeldung per email an Kurt Stenzel, Tel.: 0821/598-2178, Zimmer 2032, NW 1
  • Ansprechpartner: Thomas Birke, Tel. 2051

Detaillierte Beschreibung:

 


Desktop Management in heterogenen Unternehmensnetzwerken

 

 

Stationäre Computer und mobile Endgeräte wie Personal Digital Assistants oder Laptops sind aus dem heutigen Geschäftsalltag nicht mehr wegzudenken. Umgestaltungen der Softwarelandschaft sowie die sicherheitstechnische Pflege der Geräte bedingen Softwarelösungen, welche die IT-Abteilung eines Unternehmens bei der Programmverwaltung unterstützen.

 

In diesem Seminar sollen sich die Teilnehmer mit den Technologien und Konzepten zur Softwareverwaltung unter Microsoft Windows vertraut machen und anhand eines kurzen IT-Profils einer Unternehmung eine Bewertung einiger selbst gewählter Produkte abgeben. Die Bearbeitung erfolgt in Gruppen zu zwei Personen und resultiert in der Anfertigung einer dreißigseitigen Seminararbeit und Präsentation in einem zweistündigen Vortrag.

 

Dabei sind die Themen Softwarepaketierung, Softwareverteilung und Monitoring von einem Gruppenmitglied auf die Aspekte einer stationären, vom anderen Mitglied auf die einer mobilen Umgebung zu untersuchen. Zur Informationsgewinnung können insbesondere eBooks beziehungsweise aktuelle Internetseiten oder Bücher verwendet werden. Eine Umgebung zum Systemtest der verschiedenen Produkte wird gestellt.

 

Kurzprofil der IT Infrastruktur

 

Eine wissenschaftliche Einrichtung verfügt über 3.500 Computerarbeitplätze und Notebooks, die mit unterschiedlichsten Betriebssystemen ausgestattet sind. Zusätzlich ist mit einer steigenden Anzahl Geräte im mobilen Bereich, insbesondere Personal Digital Assistants zu rechnen. Diese Systeme werden von mehr als 15.000 verschiedenen Benutzern verwendet und durch Mitarbeiter unterschiedlicher und unabhängiger Abteilungen betreut. Stationäre Computer sind im Regelfall an die Serverinfrastruktur mit einer Netzwerkgeschwindigkeit von 100 MBit/s angebunden. Ein Bereich der Einrichtung verfügt jedoch nur über ein 10 MBit/s Bus-Netzwerk, ein anderer ist über einen 100 MBit/s WAN-Link an den zentralen Standort angebunden. Alle mobilen Endgeräte kommunizieren entweder über eine Docking-Station mit den stationären Computern oder besitzen eine unabhängige Wireless LAN Verbindung.

 

Themenbereiche

 

  1. Service Support nach ITIL
    Die IT Infrastructure Library bietet Best-Practice Richtlinien zum Service Management von
    IT Systemen in großen Unternehmensnetzwerken. Für den Betrieb von Desktop Computern und anderen Anwendergeräten stellt ITIL eine standardisierte Vorgehensweise in einem Service Support Modell dar. Bewerten Sie die einzelnen Abschnitte des Service Supports, die nachfolgend aufgeführt sind, nach der Eignung für die beschriebene Einrichtung.

§         Incident Management

§         Problem Management

§         Configuration Management

§         Change Management

§         Release Management

 

  1. Softwarepaketierung
    Bevor Anwendungen auf den verschiedenen Zielgeräten installiert werden können, müssen diese zunächst entsprechend vorbereitet werden. Zudem ist ein Prozess erforderlich, der die zukünftige Handhabung der Anwendung auf den Systemen beschreibt. Da sowohl die Paketerstellung als auch das Prozessmanagement kontrolliert und effizient ablaufen soll, sind hierfür spezialisierte Softwareprodukte notwendig. Themen sind:

§         Best Practices beim Paketierungsprozess

§         Standardisierungsbestrebungen auf das MSI - Paketformat

§         Bewertung der Modularisierung (Vorteile, Aufwandserhöhung oder –minderung)

§         Konzepte zur Anwendungsverwaltung (Gruppierung, Speicherung, Dokumentation)

§         Installations-, Upgrade- und Deinstallationsmechanismen

§         Qualitäts- und Konfliktmanagement

§         Zukünftige Technologien (z.B. unter Berücksichtigung von .NET 2.0)

§         Funktionsweise und Erweiterungsmöglichkeiten (z.B. durch Scripting)

§         Kurzer Einblick in konkrete Produkte (z.B. Macromedia AdminStudio, Wise Package Studio, OnDemand WinInstall, …)

 

 

  1. Systeminstallation und Softwareverteilung
    Die hohe Anzahl an Endgeräten bedingt eine automatisierbare Möglichkeit zur Systemvorbereitung sowie der Installation von Betriebssystem und weiteren Anwendungen. Dabei stellt gerade die Heterogenität der Hardwareumgebung und die Erhaltung benutzerspezifischer Einstellungen eine nicht unerhebliche Herausforderung dar. Stellen Sie zur Lösung dieser Sachverhalte verschiedene Technologien und Produkte dar und entwickeln beziehungsweise erklären einen Prozess, der die Installation eines Grundsystems mit zugehörigen Anwendungen beschreibt. Nachfolgende Punkte sind dabei interessant:

 

§         Distributionstechnologien (Push- / Pull- Verteilung, Multicasting, Peer-to-Peer)

§         Hierarchiebildung für verteilte Standorte

§         Installationsarten (Hintergundinstallation, remote- / lokale Installation)

§         Systemmigration (Erhaltung der Benutzerumgebung)

§         Hardwareunterstützung (System Preparation)

§         Sicherheitseigenschaften (insbesondere Mehrbenutzerbetrieb und Clientsicherheit)

§         Kurzer Einblick in konkrete Produkte (Altiris Client Management Suite, Remote Installation Services, Microsoft Active Directory, Symantec Ghost, Microsoft Systems Management Server, BMC Marimba, IBM Tivoli, Novell ZENWorks, LanDesk System Manager,…)

 

  1. Monitoring
    Ausgehend von einem Grundsystem mit umfangreicher Softwareausstattung tritt die Überwachung des Systems in den Vordergrund. Die dafür eingesetzten Verfahren haben nicht nur technische, sondern auch betriebswirtschaftliche Hintergründe. Folgende Kriterien und Mechanismen des Monitorings und die Auswertung der gesammelten Informationen sind dabei relevant:

§         Asset Identifizierung

§         Einsatzbereiche (Lizenzverwaltung, Nutzungsstatistiken, Systemzustandsüberwachung, Sicherheitsüberwachung) und damit verbundene Problematiken

§         Details zum Monitoring des Softwareverteilungsprozesses

§         Arten der Informationssammlung (SNMP, WMI (Windows Management Instrumentation),
Polling / agentenbasierte Datensammlung)

§         Notwendigkeit der Informationskonsolidierung (datenschutzrechtliche Aspekte, Kapazitätsgrenzen, Zugriffsgeschwindigkeiten)

§         Analyse und Reporting

§         Benachrichtigungsoptionen

§         Kurzer Einblick in konkrete Produkte (Microsoft Systems Management Server, Microsoft Operations Manager, Altiris Client Management Suite, NetIQ AppManager)