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Für Studierende

hardwarepraktikum

Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zu den angebotenen Lehrveranstaltungen sowie einen Überblick über interessante Forschungsthemen des Lehrstuhls, an denen Sie im Rahmen einer Abschlussarbeit, eines Moduls oder als Hiwi mitarbeiten können.

Lehrveranstaltungen

Die angebotenen Veranstaltungen werden alle für den Bereich Rechnerkommunikation und Systemnahe Informatik gewertet. Bitte konsultieren Sie die Prüfungs- und die Studienordnung Ihres Studienganges, um zu erfahren, in welcher Form Sie die Leistungen einbringen können.

 

Bachelor

Vorlesungen / Übungen Praktika Seminare Einzelarbeiten
Systemnahe Informatik (SS)
4+2 SWS (8 LP) - ab 4. Semester
Grundlagen moderner Prozessorarchitekturen (SS)
2 SWS (4 LP) - ab 4. Semester
Praxismodul
Systemnahe Informatik
(WS/SS)
(11 LP) - ab 4. Semester
Oberseminar
Systemnahe Informatik

(WS/SS)
Forschungsmodul
Systemnahe Informatik
(WS/SS)
(6 LP) - ab 4. Semester
Bachelorarbeit (WS/SS)
(15 LP)

Master

Vorlesungen / Übungen Praktika Seminare Einzelarbeiten
Prozessorarchitektur (SS)
2+2 SWS (5 LP)
Eingebettete Systeme (SS)
4 SWS (5 LP)
Prozessorarchitekturen: aktuelle Forschungsthemen (SS)
2 SWS (4 LP)
Projektmodul
Systemnahe Informatik
(WS/SS)
(10 LP)
Cyber-Physical Systems (SS)
3+1 SWS (6 LP)
Multicore-Programmierung (SS)
4 SWS (5 LP)
Oberseminar
Systemnahe Informatik

(WS/SS)
Masterarbeit (WS/SS)
(30 LP)

 

Abschlussarbeiten und Module

Wir haben ein breites Angebot an Themen für Abschlussarbeiten und Projekt- bzw. Forschungsmodule zur Auswahl. Diese Vorschläge sind sehr eng mit den Forschungsschwerpunkten des Lehrstuhls verbunden und bieten die Möglichkeit, einen guten Einblick in aktuelle Problemstellungen und Lösungsansätze auf dem Gebiet der systemnahen Informatik zu bekommen. Gerne können Sie auch einen unserer Ansprechpartner kontaktieren, um eigene Ideen für ein Thema vorzuschlagen.

 

Prozessorarchitektur für eingebettete Systeme (Ansprechpartner: Dr.-Ing. Stefan Metzlaff, Dr.-Ing. Jörg Mische)

Many Core Model Im Bereich Prozessorarchitektur beschäftigen wir uns hauptsächlich mit Manycore-Prozessoren für eingebettete Systeme. Deshalb steht nicht nur die Ausführungsgeschwindigkeit im Vordergrund, sondern Energieverbrauch und vorhersagbares Zeitverhalten (sogenannte Echtzeitfähigkeit) spielen eine wichtige Rolle. Ein wichtiges Werkzeug hierfür ist der Manycore-Simulator MacSim, der am Lehrstuhl entworfen und weiterentwickelt wird.

Eine Möglichkeit, Energie in Prozessoren zu sparen, besteht darin, energiehungrige Prozessorkomponenten zu vermeiden. Solche Komponenten sind beispielsweise spekulative Module wie die Sprungvorhersage oder der Cache-Speicher. Da der Verzicht auf spekulative Elemente der Vorhersagbarkeit des Zeitverhaltens ebenfalls zu Gute kommt, lassen sich Energiesparen und Echtzeitfähigkeit durch die Verwendung einfacher Prozessorkerne relativ leicht verbinden. Jedoch reduziert sich dadurch die Ausführungsgeschwindigkeit, was wir durch eine erhöhte Parallelität - also mehr Prozessorkerne - ausgleichen wollen. Im Rahmen des Projekts Reduced Complexity Many-Core (RC/MC) soll sowohl ein derartiger Manycore-Prozessor entwickelt werden, also auch die zugehörigen Techniken und Tools, um eine WCET-Analyse des Systems durchzuführen.

Der MANJAC (Many Java Cores) ist ein Java Prozessorcluster, der in einem großen Maßstab einen möglichen zukünftigen Many-Core-Prozessor emuliert. Auf rund 3,5 Quadratmetern sind 64 FPGA-Boards mit je 6 Prozessorkernen untergebracht, die wiederum 4-fach mehrfädig arbeiten. Der MANJAC soll helfen, Probleme bei der Entwicklung und Skalierung zukünftiger Many-Core-Prozessoren zu erkennen und zu lösen.

Themenvorschläge:

  • Entwurf und Implementierung eines nachrichtenbasierten Multicore-Prozessors MA
  • Energieabschätzung mit VHDL-Modellen von NoC-Routern MA
  • Erweiterung einer Busschnittstelle für den OpenRISC Prozessor in VHDL FM PM
  • Optimierung der echtzeitfähigen Kommunikation in einem Many-Core MA
  • Schnittstelle für den Nachrichtenversand in einem NoC MA
  • Vergleich der Leistungsaufnahme von Befehlsspeicherhierarchien in eingebetteten Systemen BA PM
  • Entwicklung eines PowerPC-Befehlssatzsimulators für einen Manycore-Simulator PM
  • Aufbau eines Frameworks für die Analyse von parallelen Anwendungen MA
  • Entwicklung eines verifizierbaren Timingmodells für den ARM Cortex-M0 BA PM
  • Auswertung der Ergebnisse einer automatischen Suche im Parameterraum BA FM

 

Echtzeitsoftware und parallele Programme (Ansprechpartner: Dr. Florian Kluge, Dr. Ralf Jahr)

Mit MOSSCA (Manycore Operating System for Safety-Critical Applications) wird ein Betriebssystem entwickelt, das die Ausführung von sicherheitskritischen Anwendungen auf zukünftigen Vielkernprozessoren ermöglichen soll. Die Prozessorkerne in einem solchen System sind durch ein Network-on-Chip (NoC) verbunden, über das sie Nachrichten austauschen können. Grundkonzept von MOSSCA ist die Verteilung von Funktionalitäten auf verschiedene Prozessorkerne. Betriebssystemdienste werden auf dedizierten Betriebssystem-Servern bereitgestellt, die von mehreren Anwendungs-Server gemeinsam genutzt werden können. Grundlage für die Softwarefunktionalitäten auf allen Prozessorkernen bildet ein einheitlicher Microkernel.

Im EU-Projekt parMERASA werden Techniken der Parallelisierung von Echtzeitanwendungen, eine geeignete System-Software und der Multi-Core-Entwurf erforscht. Die Projektarbeit erfolgt in enger Kooperation mit Partnern aus dem universitären Umfeld (TU Dortmund, Université Paul Sabatier Toulouse) und der Industrie (Rapita Systems, Denso Automotive, Honeywell International, Bauer Maschinen).

Themenvorschläge:

  • Portierung von parallelen Anwendungen auf den RC/MC FM PM
  • Entwurf eines Frameworks zur Implementierung echtzeitfähiger Ein-/Ausgabeserver MA PM
  • Untersuchung von echtzeitfähigen parallelen Programmen BA MA
  • Implementierung eines Parsers für die OSEK Implementation Language (OIL) FM PM
  • Portierung eines CAN Stacks für ein Many-core OS FM PM
  • Implementierung verschiedener Schedulingverfahren für ein Many-core OS BA MA

 

Generic Timing Model (Ansprechpartner: Dr. Florian Kluge, Mike Gerdes)

Cyber-Physical Systems (CPS) zeichnen sich durch eine starke Integration von physikalischen Prozessen mit eingebetteten Rechnern, die diese Prozesse steuern, aus. Berechnungen und physikaklische Prozesse bilden eine Rüuckkopplungsschleife und interagieren miteinander mittels Sensoren und Aktuatoren. Die Berechnungen in CPS sind im Allgemeinen reaktiv und müssen sich in ihrem zeitlichen Verhalten den physikalischen Prozessen anpassen. Um zukünftige CPS zu verbessern, soll der physikalische Zeitbegriff als semantische Eigenschaft von Programmen in den Entwicklungsprozess integriert werden. Am Lehrstuhl wird dazu ein Metamodell, das Generic Timing Model (GTM) entwickelt, mit dem die zeitlichen Eigenschaften und Anforderungen eines CPS formal modelliert werden können. Mittels spezieller Nutzenfunktionen können diese Eigenschaften und Anforderungen anschaulich visualisiert werden.

Themenvorschläge:

  • Echtzeitmodelle in Forschung und Praxis PM
  • Anwendung von GTM auf das echtzeitfähige Protokoll Flexray PM
  • Anwendung von GTM auf Video-Streams PM
  • Modellierung des Zeitverhaltens einer Open-Source-Motorsteuerungseinheit mit GTM PM
  • Visualisierung von Zeitverhaltensmodellen FM
  • Vergleich von GTM mit Modellierungssprachen MA

 

Transactional Memory für sicherheitskritische Systeme (Ansprechpartner: Dr.-Ing. Stefan Metzlaff, Sebastian Weis)

Transaktionaler Speicher (Transactional Memory, TM) ist ein Konzept zur Kontrolle von kritischen Abschnitten in parallelen Programmen. TM bildet die Idee von Datenbanktransaktionen, welche den Transaktionen Atomarität, Konsistenz und Isolation zusichern, auf das Speichermodell eines Prozessors ab. TM vereinfacht die Programmierung von parallelen Programmen z.B. durch die Transaktionssemantik der kritischen Abschnitte und garantiert Verklemmungsfreiheit (deadlock freedom).

Sicherheitskritische Systeme erfordern die zeitliche Vorhersagbarkeit der Anwendung sowie dessen fehlertolerierende Ausführung. Im Rahmen der Forschung am Lehrstuhl wird untersucht wie sich TM für ein deterministisches Zeitverhalten von parallelen Echtzeitanwendungen und die Fehlererkennung, -isolation und -behebung einsetzen lässt.

Themenvorschläge:

  • Fehlererkennung und -behebung mit Hardware Transactional Memory MA
  • Untersuchung von Antwortzeiten von Transaktionen mit unterschiedlicher Priorität in einem Echtzeitsystem MA PM

 

Zuverlässigkeit und Fehlertoleranz (Ansprechpartner: Dr. Bernhard Fechner)

Die IT-basierte Welt wäre ohne zuverlässige und hochverfügbare Rechensysteme undenkbar.
Um Zuverlässigkeit und eine hohe Verfügbarkeit zu erreichen, werden Fehlertoleranz-Mechanismen eingesetzt, sodass ein Rechensystem trotz der Anwesenheit von Fehlern in der Lage ist, weiter seine korrekte Funktion zu erbringen.

Die Forschung gliedert sich in zwei Teilbereiche:

  • Zum einen Fehlertoleranz-Mechanismen, die innerhalb eines Kerns implementiert werden und dort Fehler erkennen/tolerieren und lokalisieren,
  • zum anderen Mechanismen, die auf Many-Core Systeme abzielen, wobei sich Kerne gegenseitig überwachen, Latenzmessungen - auch innerhalb des Network-on-Chip - stattfinden und Parameter aus der Ausführung für eine Analyse herangezogen werden.

Im EU-Projekt Teraflux wird an Techniken der Fehlererkennung auf zukünftigen 1000-Core-Prozessoren geforscht.

Themenvorschläge:

  • Implementierung und Evaluierung eines Network-on-Chip Routers MA

 

Trust-Techniken für Organic Computing (Ansprechpartner: Rolf Kiefhaber, Nizar Msadek)

Ein "organisches Computersystem" soll sich entsprechend den gewünschten Anforderungen dynamisch und selbstorganisierend den Umgebungsverhältnissen anpassen, das heißt, es soll selbstkonfigurierend, -optimierend, -heilend und -schützend handeln.

Im DFG Projekt OC-Trust werden Trust-Techniken auf Middleware-Level in OC-Systemen untersucht, um damit die Selbst-X Eigenschaften zu verbessern. Dabei wird die Middleware OCµ mit Trust-Techniken zu einer Trust-Enabling-Middleware (TEM) erweitert.

Themenvorschläge auf Anfrage!

 

Vorschläge für Hiwi-Stellen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl tätig zu werden. Je nach Interesse können Sie entweder bei der Vorbereitung und Verbesserung künftiger Lehrveranstaltungen mitarbeiten oder ein kleines Arbeitspaket aus einem unserer Forschungsbereiche übernehmen. Wenn Sie sich speziell in den Semesterferien etwas Geld verdienen möchten, sollten Sie rechtzeitig einen unserer Ansprechpartner kontaktieren.
  • Konzeption und Umsetzung einer Wartungsinfrastruktur für den Praktikumsraum HIWI

 

Legende:

BA Bachelorarbeit, MA Masterarbeit, FM Forschungsmodul, PM Projektmodul, HIWI Hiwi-Stelle / Praxismodul