NoRa - Nonlinear Ranking
| Projektstart: | 01.01.2000 |
| Projektende: | 31.03.2002 |
| Laufzeit: | 01.01.2000 - 31.03.2002 |
| Projektträger: | |
| Publikationen: | Link zur Publikationsliste |
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Zusammenfassung
Beschreibung
Motiviert durch die sehr positiven Erfahrungen, die der Lehrstuhl für Datenbanken und Informationssysteme mit der Formulierung von Präferenzen als partielle Ordnungen im Bereich der attribut-basierten Suche gemacht hat, war es Ziel des Projekts, die Einsatzmöglichkeiten partieller Ordnungen für die Volltextsuche auszuloten.
Entsprechende Ergebnisse könnten beispielsweise zurVerbesserung von Online-Suchmaschinen (z.B. Google) eingesetzt werden
Basierend auf dem "PreferenceWorld"-Framework wurden dazu zwei Realisierungsmöglichkeiten untersucht:
- Die Realisierung als Basis-Präferenz, die direkt auf den zu ordnenden Dokumenten arbeitet,
- oder als Präferenzkonstruktor, der seinerseits Präferenzen kombiniert.
Bei einer Evaluation der Ansätze stellte sich der zweite Ansatz, die Unterraum-Präferenz, als viel versprechend heraus. Denn er ermöglicht es dem Benutzer, Begriffe durch die Relationen"ist mir wichtiger als" oder "ist mir genauso wichtig" zueinander in Beziehung zu setzen und so dem System zusätzliche Informationen mitzuteilen, die es zur Verbesserung der Suchergebnisse nutzen kann. DieRückwärtskompatibilität ist dadurch gewährleistet, dass das reineVektorraummodell als Spezialfall enthalten ist. Dem Benutzer ist damit freigestellt, ob er die Verbesserungen nutzen will, oder nicht.
Als Beispiel wird die Anfrage eines Kunden nach "Jazz and Classic in Germany" dargestellt:
Tabelle1: Gewichtungen in Unterräumen |
Tabelle 2:Bewertungen | ||||||||||||||||||||||||||
Es werden zwei Unterräume gebildet (s. Tabelle 1):
- musikalische und
- geographische Präferenzen,
wobei die musikalischen Präferenzen den Vorzug haben. Somit ergibt sich durch die Bewertungen und die Priorisierung eines Unterraums für die Bewertung der Dokumente die Reihenfolge:1, 3, 2 und 4 (s. Tabelle 2).
Es wurde auch gezeigt, wie sich die Möglichkeiten der Unterraum-Präferenz durch geeignete Transformationen mit anderen, attribut-basierten Präferenzen kombinieren und effizient auswerten lassen.
Damit bietet dieUnterraum-Präferenz einiges Potential:
In Retrieval-Systemen kann dem Benutzer problemlos die Möglichkeiten gegeben werden, Teilpräferenzen zu priorisieren, zu kumulieren oder mit anderen attribut-basierten Präferenzen zu kombinieren. Diese Anfragen können effizient ausgewertet werden und führen zu besseren Suchergebnissen.
Hr. Leubner beendete seine Forschungsarbeiten erfolgreich mit seiner Promotion "PersonalisierteVolltextsuche mit partiellen Ordnungen".
Als erfolgreiches Anwendungsfeld für strikte partiell geordnete Präferenzen haben sich Szenarien aus dem E-Commerce herausgeschält, die unter dem Namen "COSIMA" in immer weiteren VariantenAnwendungen für das "Preference World"-Framework erschließen.


