HERON
| Projektstart: | 01.01.2000 |
| Projektende: | 31.10.2002 |
| Laufzeit: | 01.01.2000 - 31.10.2002 |
| Projektträger: | |
| Publikationen: | Link zur Publikationsliste |
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Zusammenfassung
Beschreibung
Das HERON-Projekt wurde seit Dezember 1997 am Lehrstuhl Prof. Dr. W. Kießling betrieben. Die Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG erfolgte im Rahmen der strategischen Forschungsinitiative "Verteilte Verarbeitung und Vermittlung Digitaler Dokumente" (V3D2). Nach erfolgreichem Abschluss der ersten zweijährigen Phase mit zwei Mitarbeiterstellen wurde das Projekt im Dezember 1999 um eine Mitarbeiterstelle für die Jahre 2000 und 2001 erweitert und im Dezember 2001 für weitere zwei Jahre mit zwei Mitarbeiterstellen und einer geänderten Aufgabenstellung ("P-NEWS") neu beantragt und durch die DFG verlängert.
Das HERON-Projekt beschäftigte sich grundsätzlich mit bildinhaltlicher Recherche in Multimedia-Datenbanken. Um eine solche Recherche zu ermöglichen, lag der Schwerpunkt der Forschung während der Jahre 2000-2002 auf der Entwicklung geeigneter Middleware. Zwei spezielle Komponenten zur Kombination bewerteter Ergebnislisten (Hr. Balke) und zur (progressiven) Auslieferung der Multimedia-Objekte (Hr. Wagner) an eine Vielzahl mobiler Endgeräte wurden dabei in eine CORBA-Architektur eingebettet (Hr. Birke). Ein Prototyp dieser Technologien wurde auf der führenden Computermesse CeBIT 2001 vorgeführt (vgl. Bericht zu Messerepräsentation). Dabei wurde als Anwendung ein digitales Auktionshaus vorgestellt, das die Interaktion mit mobilen Endgeräten unterstützt.

Zur Kombination der nach Bildähnlichkeiten geordneten und bewerteten Objekte wurden dabei die Algorithmen "Quick-Combine" und "Stream-Combine" verwendet, die sich automatisch den vorherrschenden statistischen Verteilungen der Objektbewertungen anpassen und so eine schnellstmögliche Auslieferung des Rechercheergebnisses sogar über verteilte Datenquellen im Internet erlauben. Für diese Algorithmen wurde im Jahr 2000 in Zusammenarbeit mit der "DFG-Ideenwerkstatt" ein weltweites Softwarepatent eingereicht.
Die Auslieferung der multimedialen Dokumente wurde mit XML-Technologie und einer geeigneten Stylesheet-Bibliothek so aufgebaut, dass alle Dokumente aus einem generischen Zwischenformat automatisch in das jeweilige passende Zielformat für das Client-Gerät transformiert werden können. HERON lieferte dabei sogar Algorithmen zur Umordnung der Dokumente, damit bei progressiver übertragung die relevanten Strukturteile zuerst übertragen werden konnten.
Im Rahmen des HERON-Projekts wurden 2001, bzw. 2002 zwei Promotionen durchgeführt:
- Wolf-Tilo Balke: Efficient Combination of Ranked Result Sets in Multi-Feature Applications und
- Matthias Wagner: Multimedia Delivery für personalisierbare E-Services.


