CHEMICO
Infochemical-based Coordination
| Projektstart: | 01.04.2008 |
| Projektträger: | Universität Augsburg |
| Projektverantwortung vor Ort: | Dipl.-Inf. Holger Kasinger |
| Beteiligte Wissenschaftler der Universität Augsburg: |
Prof. Dr. Bernhard Bauer |
| Beteiligte Wissenschaftler / Kooperationen: |
Prof. Dr. Jörg Denzinger (University of Calgary) |
Zusammenfassung
Heutige Computersysteme bestehen aus heterogenen Hardware- und Softwareelementen mit teilweise nebulösen Kommunikationsstrukturen, oft eingebunden in obskure Systemarchitekturen. Die menschliche Administration dieser komplexen Systeme ist bereits heute sehr zeitaufwändig sowie fehleranfällig und verursacht für Firmen hohe Betriebskosten. Die prognostizierten Charakterisitka zukünftiger Computersysteme, wie z.B. Unmengen an verteilten Systemelementen, Kontextbewusstsein, Offenheit, oder Lokalität, steigern die Managementkomplexität noch weiter. Das Ziel des CHEMICO (Infochemical-based Coordination) Projekts ist daher die Reduktion der Managementkomplexität sowie der Kosten durch die Entwicklung von verteilten Systeme mit einem hohen Grad an Autonomie, welche ihre Aktionen und Interaktionen unter Ausnutzung emergenter Effekte selbst organisieren. Der entscheidende Faktor ist dabei die Fähigkeit der Systeme zu effektiver aber auch effizienter, dezentraler Koordination. Daher untersuchen wir in diesem Projekt die grundlegenden Prinzipien der Koordination mittels Infochemikalien, welche das meistgenutze Koordinationsmodell in der Natur ist sowie eine Vielzahl an inspirierenden Beispielen bietet, und adaptieren diese für die Entwicklung von Koordinationsmechanismen für selbst-organisierende emergente Systeme.
